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Rück­blick 1849 - 1948

Im Jahre 1849 baute Chris­toph Lüders in Gör­litz die ersten Schie­nen­fahr­zeuge für Holz­trans­porte der Stadt. 1861 ent­stand aus der Firma eine Akti­en­ge­sell­schaft für die Fabri­ka­tion von Eisen­bahn­ma­te­rial. 1916 - 1918 erfolgte eine völ­lige Reor­ga­ni­sa­tion der bis dahin aus­ge­dehnten Betriebe. Die Fir­men­be­zeich­nung wurde in den Namen Waggon- und Maschi­nenbau Akti­en­ge­sell­schaft Gör­litz - die WUMAG - umge­än­dert; sie wurde bald bekannt und berühmt. 1923 beschäf­tigte die Firma 5100 Ange­stellte und Arbeiter.

1948 : Die Grün­dung der WUMAG GmbH

Das Kon­zept der heu­tigen WUMAG GmbH geht auf das Jahr 1946 zurück. Damals trafen sich nach den Kriegs­wirren in Kre­feld zwei alte Geschäfts­freunde wieder, der Gene­ral­di­rektor der Uer­dinger und Düs­sel­dorfer Wag­gon­fa­briken, Ernst Schro­eder und der ehe­ma­lige Gene­ral­di­rektor der Waggon- und Maschinenbau-Aktiengesellschaft Gör­litz, Conrad Geer­ling. Bei diesem Treffen berich­tete Herr Geer­ling, dass er mit einer Gruppe Mit­ar­bei­tern aus Gör­litz einen neuen Betrieb in Ham­burg auf­ge­baut hatte. Bei dieser Gele­gen­heit kam die Sprache auf Gün­ther Schro­eder, den zweit­äl­testen Sohn von Ernst Schro­eder. Herr Geer­ling schlug vor, dass sich Gün­ther Schro­eder nach seiner Ent­las­sung aus der Kriegs­ge­fan­gen­schaft den Ham­bur­gern anschließen möge. Nach einer Ein­ar­bei­tungs­zeit von drei Monaten im Ham­burger Büro, über­nahm Herr Schro­eder die Ver­tre­tung der Firma in Nordrhein-Westfalen. Die für die Grün­dung der WUMAG Nie­der­rhein erfor­der­liche Pro­duk­ti­ons­er­laubnis wurde am 1. Juni 1948 vom Wirt­schafts­mi­nister des Landes NRW erteilt.

1948 - 1958 : Der schwere Anfang

Die Fer­ti­gung erfolgte zunächst mit ca. 30 Beschäf­tigten im gemie­teten Ver­wal­tungs­ge­bäude des ehe­ma­ligen Stahl­werks Becker am Kre­felder Rhein­hafen. Die Werk­zeug­ma­schinen wurden von befreun­deten Firmen leih­weise über­lassen. Wäh­rend in Ham­burg der Schwer­punkt auf dem Maschi­nenbau lag, sollte in Kre­feld die Waggonbau-Tradition im kleinen Rahmen wei­ter­ge­führt werden - in Erman­ge­lung geeig­neter Hallen zunächst unter freiem Himmel. Das Arbeits­pro­gramm der jungen WUMAG Nie­der­rhein umfasste offi­ziell zunächst den Ver­kauf, die Mon­tage und War­tung von Maschinen und Ersatz­teilen der Gör­litzer Vor- und Ham­burger Nach­kriegs­pro­duk­tion. Bald erwei­terte man es in der aus der Not gebo­renen Men­ta­lität des Wie­der­auf­baus um Repa­ratur und Fer­ti­gung jeg­li­cher Art von Maschinen sowie Stahl- und Eisen­bauten. Die kos­ten­in­ten­siven Son­der­an­fer­ti­gungen trugen mit dazu bei, dass das junge Unter­nehmen bald mit exis­ten­zi­ellen Schwie­rig­keiten zu kämpfen hatte. Auch die WUMAG Ham­burg geriet, nachdem sie zunächst sehr schnell auf meh­rere Werke mit annä­hernd 2000 Beschäf­tigten expan­diert war, Anfang der fünf­ziger Jahre in eine Krise und ging 1953 in Kon­kurs. Die Kre­felder Toch­ter­firma - mitt­ler­weile umbe­nannt in WUMAG Nie­der­rhein, Waggon- und Maschi­nenbau GmbH - musste sich nun auf eigene Füße stellen.

1958 - 1968 : In eigenen Hallen

Das zweite Jahr­zehnt begann für die WUMAG mit einer unan­ge­nehmen Über­ra­schung, als die Edel­stahl­werke 1958 den Miet­ver­trag kün­digten. Im März 1958 ent­schied man sich für ein 14.000 qm großes, ver­kehrs­güns­tiger gele­genes Gelände an der Düs­sel­dorfer Str. 100 und begann dort im August des­selben Jahres mit den Bau­ar­beiten. Ende 1959 konnte man in die beiden Hallen des ersten Bau­ab­schnittes ein­ziehen. Bereits 1960 wurde ein Anschluß­grund­stück erworben und im dar­auf­fol­genden Jahr eine neue Trom­mel­halle gebaut, die zwei Jahre später ver­grö­ßert werden musste. 1962 ent­stand ein Beleg­schafts­ge­bäude mit Speise-, Umkleide- und Wasch­räumen. 1965 schließ­lich musste auch die zu klein gewor­dene Haupt­halle erwei­tert werden. Neben der Fer­ti­gung in eigenen Hallen trug eine Pro­dukt­ty­pen­berei­ni­gung wesent­lich zum Auf­schwung bei. 1958 wurden die ersten Selbst­fahr­wag­gons gebaut. Ein wei­teres Geschäfts­feld des Pro­dukt­pro­gramms ent­wi­ckelte sich bereits Anfang der fünf­ziger Jahre, der Bau von Kipp­mulden nach ame­ri­ka­ni­schem Vor­bild. Ange­regt durch die Zusam­men­ar­beit mit einer Düs­sel­dorfer Hydrau­lik­firma und deren Kunden ent­wi­ckelte sich ab Mitte der fünf­ziger Jahre ein umfang­rei­ches Pro­gramm mit hydrau­li­schen Hub­ge­räten in Einzel- und Klein­se­ri­en­fer­ti­gung. In den sech­ziger Jahren waren die WUMAG-Hubwagen auf dem deut­schen Markt in viel­fäl­tigem Ein­satz. Fast zehn Jahre lief die Fabri­ka­tion der Hub- und Hoch­hub­wagen par­allel zu dem 1961 begin­nenden Bau von Hub­ar­beits­bühnen. 1970 ent­schloß man sich, die Hub­wa­gen­fer­ti­gung zugunsten der Arbeits­bühnen aufzugeben.

1968 - 1978 : WUMAG-Produkte setzen sich durch

In der dritten Dekade der Fir­men­ge­schichte setzte sich die in den fünf­ziger Jahren begon­nene Straf­fung und Kon­so­li­die­rung des Fer­ti­gungs­pro­gramms fort. Als ein heim­li­cher Best­seller erwies sich die Zylin­der­pro­duk­tion, die aus dem Behäl­terbau und der Stahl­blech­ver­ar­bei­tung her­vor­ging. Die ersten Zylinder fer­tigte die WUMAG 1955 für die Firma Maschi­nen­fa­brik Franz Müller, Mön­chen­glad­bach. Durch das im Laufe der Jahre zuneh­mende Know-How konnten die Fer­ti­gungs­me­thoden immer weiter ver­fei­nert werden, nicht zuletzt mit­tels selbst ent­wi­ckelter Spe­zi­al­ma­schinen. Der Sektor Fahr­zeugbau erhielt 1961 eine neue Ent­wick­lungs­rich­tung durch die Zusam­men­ar­beit mit Simon Engi­nee­ring Dudley Ltd. (Eng­land). Eine der ersten Hydraulik-Plattformen wurde 1961 an die Kre­felder Stadt­werke ver­kauft. Diese konnten durch Ein­satz des 14,50-Meter-Gerätes im Jahr über 20.000 DM an Wartungs- und Instal­la­ti­ons­kosten für Stra­ßen­be­leuch­tungs­körper ein­sparen. 1973 lief die Lizenz­fer­ti­gung der Simon-Geräte aus. Wollte die WUMAG ihre bis­he­rigen Kunden nicht ver­lieren, musste sie sich der Her­aus­for­de­rung durch ein eigenes Kon­struk­ti­ons­pro­gramm stellen. Im Rahmen eines Wett­be­werbs, dessen Haupt­ge­winn eine Kiste Sekt war, fand man im Sommer 1974 auch einen ein­präg­samen Namen für das neue Arbeits­büh­nen­pro­gramm der WUMAG: Elevant

1978 - 1988 : Expan­sion durch Konzentration

Das vierte Jahr­zehnt der Fir­men­ge­schichte ist durch starke Expan­sion gekenn­zeichnet. Der Umsatz stieg von knapp 14 Mio DM auf über 37 Mio DM. Die Ent­wick­lung der beiden Pro­dukt­be­reiche ver­lief positiv, ganz beson­ders der Maschinen- und Appa­ra­tebau legte kon­ti­nu­ier­lich zu. Die Beschäf­tig­ten­zahl über­stieg im Juli 1987 erst­mals 200 Mitarbeiter.

1988 - 1998 : Im wie­der­ver­ei­nigten Deutschland

In Sachsen suchte die SFL Spe­zi­al­fahr­zeugbau Löbau nach einem kom­pe­tenten west­deut­schen Partner. Deren Betriebs­leiter schlug das gleich­na­mige nie­der­rhei­ni­sche Unter­nehmen vor. Für die WUMAG die Gele­gen­heit, nahe an den his­to­ri­schen Standort zurück­zu­kehren. Am 10. Oktober 1990 wurde mit Kre­felder Stamm­ka­pital die WUMAG Löbau GmbH gegründet.

Im November 1993 konnte die WUMAG GmbH einen weg­wei­senden Erfolg in der Qua­li­täts­si­che­rung ver­bu­chen. Nach 1½ Jahren Vor­be­rei­tungs­zeit absol­vierte sie als erstes deut­sches Unter­nehmen im Arbeits­büh­nenbau erfolg­reich ein Zertifizierungs-Audit nach DIN ISO 9001/EN 29001. Einige Jahre zuvor war für den Maschi­nenbau bereits ein Qua­li­täts­si­che­rungs­hand­buch nach dem ame­ri­ka­ni­schen ASME-Code erstellt worden.

Seit dem 29. März 1996 gibt es eine neue Fir­men­struktur, nach der die ope­ra­tiven Geschäfts­felder nun in selb­stän­digen Toch­ter­un­ter­nehmen am Markt tätig sind. An diesem Tage erfolgte die Grün­dung der WUMAG ELEVANT GmbH & Co. KG sowie der WUMAG TEXROLL GmbH & Co. KG. Ers­tere ist im Bereich Fahr­zeugbau aktiv, letz­tere im Bereich Maschinen- und Zylin­derbau. Auch das Fir­men­ge­lände in Kre­feld wurde nach den Erfor­der­nissen beider Betriebe auf­ge­teilt und erweitert.

1998 - 2012

Die dünn­wan­digen Heiz- und Kühl­zy­linder werden in alle Länder der Welt expor­tiert, in denen Tex­til­ma­schinen im Ein­satz sind. Zu den Kunden zählen bekannte Firmen wie z.B. Morrison/USA, Tsudakoma/Japan und Benninger/Schweiz. Ein Groß­teil der Ver­käufe geht nach Fernost; so sind z.B. in Thai­land in fast jeder Tex­til­fa­brik WUMAG-Zylinder im Ein­satz. In den letzten Jahren gewinnt auch der Bau von stark­wan­digen Walzen immer mehr an Bedeu­tung. Zum Heizen, Kühlen oder Pressen von bahn­för­migen Mate­ria­lien wie Tex­ti­lien, Kunst­stoffen oder Papier werden in modernsten Anlagen Prä­zi­si­ons­walzen von bis zu 9 m Länge gefer­tigt. Für die schnellsten Papier­ma­schinen der Welt lie­ferte die WUMAG 1997 Schwer­walzen nach Öster­reich und Japan.

Ein neuer und zukunfts­träch­tiger Markt eröffnet sich durch die Pro­duk­tion soge­nannter Chill Rolls, die als Herz­stück in Foliengieß- und Reck­an­lagen fun­gieren. Neben der Pro­duk­tion ein­zelner Kom­po­nenten expan­diert in den letzten Jahren auch der Bau kom­pletter Anlagen. Hoch­prä­zise Son­der­ma­schinen wie z.B. Dublier­ka­lander, mit denen Offset-Drucktücher her­ge­stellt werden, oder Vor­kon­di­tio­nier­an­lagen zur Beschich­tung von Fuß­bo­den­be­lägen, machen ein stei­gendes Auf­trags­vo­lumen im Maschinen- und Anla­genbau aus.

2012 - heute

Nach der Ver­äu­ße­rung der WUMAG ELEVANT an die Firma Pal­finger ent­scheiden sich die Alt­ge­sell­schafter der WUMAG dafür, auch die WUMAG TEXROLL GmbH & Co. KG abzu­geben. Heute wird die WUMAG TEXROLL GmbH & Co. KG von einer chi­ne­si­schen Inves­to­ren­gruppe geführt.